Griechenland: Ein Namensstreit und seine Auswirkungen

by on 21 Ιανουαρίου 2019

Die heftigen Proteste in Athen richten sich gegen die geplante Ratifizierung des griechischen Parlaments der Namensänderung Mazedoniens in Nord-Mazedonien kommende Woche.

Am Sonntagnachmittag kam es in der griechischen Hauptstadt Athen zu ersten heftigen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten vor dem Parlament. Die griechische Polizei musste Schlagstöcke und Tränengas einsetzen, um mehrere Extremisten vor dem Sturm auf das Parlament abzuhalten. Die Proteste in Athen richten sich gegen die geplante Ratifizierung der Namensänderung Mazedoniens in Nord-Mazedonien. Das Abkommen soll kommende Woche im griechischen Parlament abgesegnet werden. Der linke Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte bereits im vergangenen Jahr mit Skopje ausgehandelt, dass das südliche Balkanland sich künftig Nord-Mazedonien nennen solle. Und das Parlament in Mazedonien hat das Abkommen trotz ähnlicher Reaktionen nationalistischer Kreise bereits ratifiziert. Auch in Griechenland haben rechte und nationalistische Organisationen zu der Großkundgebung gegen die Namensänderung von Mazedonien in Nord-Mazedonien aufgerufen. Sie befürchten unter anderem, dass das Nachbarland Mazedonien Gebietsansprüche an die nordgriechische Region Mazedonien stellen könnte.


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