Athen will Kriegsschiffe kaufen, statt Schulden zu begleichen

by on 26 April 2018

Von uns kriegen sie die nächsten Milliarden! Und kaufen sich davon teure Kriegsschiffe – aus Frankreich!

Mitten in die Verhandlungen um einen neuen Riesen-Schuldenerlass für die Griechen platzt ein geplanter Rüstungs-Deal der Regierung in Athen. Es geht um zwei Hightech-Fregatten: französische Tarnkappen-Schiffe vom Typ „Belharra“. Kosten: rund zwei Milliarden Euro! Laut dem griechischen Verteidigungsministerium stehe der Kaufvertrag mit Frankreich kurz vor dem Abschluss.

Ausgerechnet Frankreich! Denn die Regierung in Paris setzt sich besonders stark für einen neuen Schulden-Deal für die Griechen ein. Heißt: Schuldenerlass gegen Rüstungs-Geschäft? Empörung nicht nur in Reihen der GroKo. Die FDP sprach von einem „faulen Deal“.

Fakt ist: Wie BILD erfuhr, wurde die Bundesregierung durch die deutsche Botschaft in Athen bereits im März über das geplante Geschäft der Griechen informiert. Ohne Folgen! Auch gestern ließ die Regierung das Thema kleinreden.

Hinter den Kulissen arbeitet sie stattdessen am neuen Schuldenerlass für Athen. Einen solchen hatte sie noch vor einem Jahr ausgeschlossen! Nun spricht der Weltwährungsfonds IWF von „Schulden-Erleichterungen“ in dreistelliger Milliarden-Höhe.

Ein entsprechender BILD-Bericht sorgte im Haushaltsausschuss gestern für Aufregung: Zwei Stunden diskutierten die Abgeordneten darüber. Die Opposition versuchte, Finanzminister Olaf Scholz (59, SPD) kurzerhand in den Bundestag zu zitieren: abgeschmettert!

Genauso der Antrag der FDP, dass ein neuer Schuldenerlass die Zustimmung des Bundestags benötige: ebenfalls abgebügelt!

von: KAI WEISE – Bild